Tag der Schiene hat begonnen

Feierliche Eröffnung des Tags der Schiene 2026 in Freilassing

Fest-Wochenende rund um die Schiene vom 18. bis 20. September 2026 mit mehr als 300 Veranstaltungen bundesweit

Berlin, 18.09.2026. Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung haben am Vormittag zahlreiche Gäste aus Politik und Bahnbranche den Tag der Schiene 2026 in Freilassing (Bayern) eröffnet. Das Fest-Wochenende rund um die Eisenbahn richtet sich mit mehr als 300 Events bundesweit an alle, die einmal hinter die Kulissen des Bahnbetriebs schauen wollen: etwa bei einer Baustellenführung, einem Besuch im Rangierbahnhof oder im Stellwerk, bei einem Job-Event, einem Bahnhofsfest, Comedy im Güterschuppen oder einer Sonderfahrt mit der Dampflok.

An der Eröffnungsfeier in Freilassing nahmen unter anderen Verkehrsstaatssekretär Stefan Schnorr, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, DB-Personalvorstand Martin Seiler sowie mehr als 200 weitere Gäste aus Politik und Bahnbranche teil.

Bei einer Podiumsdiskussion sprach der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, mit dem Geschäftsführer der Bayerische Regiobahn GmbH, Arnulf Schuchmann, der Vorständin der Personenverkehr AG der Österreichischen Bundesbahnen, Dr. Sabine Stock, dem Professor für Schienenverkehrssysteme, Norman Weik sowie dem Geschäftsführer von Captrain Deutschland, Henrik Würdemann, über die Bahnbranche als Jobmotor und zukunftssicheren Arbeitgeber sowie über die Erfolge und Vorzüge des Eisenbahnverkehrs.

Dirk Flege sagte: „Die meiste Zeit reden wir über das, was gerade nicht funktioniert im Schienenverkehr: Verspätungen, marode Infrastruktur, zu wenig Aus- und Neubau. Dabei wird übersehen, dass die Schienenbranche ein innovativer Wachstumsmotor ist, der alles bereithält, um die Schiene in eine bessere Zukunft zu führen. Die einzelnen Bausteine für die Digitalisierung der Schiene und Fahrzeuge liegen längst vor, nun muss eine ehrgeizige Strategie des Bundes für die Umsetzung folgen. Auch das Deutschlandticket hat den Alltag für viele Menschen in Deutschland revolutioniert und zum Besseren verändert. Die Menschen wollen Bahn fahren. Dem jahrelangen Schrumpfkurs muss jetzt eine Wachstumsoffensive folgen.“

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger sagte in seinem Grußwort zum Tag der Schiene: „Im Kern geht es beim Tag der Schiene darum, die ohnehin schon vorhandene Begeisterung für die Schiene zu vertiefen oder neu zu entdecken und bei den mehr als 300 Veranstaltungen einmal hinter die Kulissen zu schauen. Außerdem bietet er die Chance, die Schiene als spannenden Arbeitsplatz zu präsentieren und neue Fachkräfte zu gewinnen. Es zeigt, die Schiene ist eine echte Wachstumsbranche. Danke an alle, die die Schiene mit ihrem Engagement und ihrer Begeisterung stark machen. Nicht nur an diesem Wochenende, sondern jeden Tag im Jahr.“

Christian Bernreiter sagte: „Nicht umsonst trägt Freilassing den Titel ‚Eisenbahnerstadt‘. Die Geschichte der Stadt ist eng mit der Schiene verbunden und deswegen der richtige Ort für die bundesweite Eröffnung. Zu feiern gibt es viel! Seit genau 30 Jahren gestalten die Länder den Schienenpersonennahverkehr und haben mit den zahlreichen Eisenbahnverkehrsunternehmen viele Erfolge im Sinne der Fahrgäste erreicht. Am Tag der Schiene wollen wir sichtbar machen, wie die Eisenbahn die Menschen bewegt und was für ein großer Wirtschaftszweig sie in Deutschland ist. Klar ist, dass es große Defizite in der Infrastruktur gibt. Mit dem Sondervermögen haben wir nun die große Chance, einen großen Schritt nach vorne zu machen. Allein heuer investiert die Deutsche Bahn rund vier Milliarden Euro im Freistaat. Das zeigt: Es geht etwas voran!“

Hintergrundinformationen

Die Eröffnung des Tags der Schiene fand auch in diesem Jahr in Bayern statt: Die Auftaktveranstaltung wird immer von dem Bundesland ausgerichtet, das für zwei Jahre den Vorsitz der Verkehrsministerkonferenz innehat. Im kommenden Jahr wird Baden-Württemberg als VMK-Vorsitzland zur Eröffnungsfeier des Tags der Schiene einladen.

Die Allianz pro Schiene koordiniert den Tag der Schiene bereits seit seiner Premiere im September 2022. Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) und die Bahnbranche haben die Festtage gemeinsam ins Leben gerufen. Sie sind Teil der „Europäischen Mobilitätswoche“, die auch in diesem Jahr vom 16. bis zum 22. September stattfindet.