Wiesbaden Hbf – Ein Bahnhof wie ein Schloss
Warum sieht ein Bahnhof eigentlich so aus?
Wer den Wiesbadener Hauptbahnhof betritt, steht nicht einfach in einer Bahnhofshalle. Das 1906 eröffnete Empfangsgebäude mit seiner markanten Kuppel und der imposanten Eingangshalle gehört zu den architektonisch eindrucksvollsten Bahnhöfen Deutschlands.
Entworfen wurde der Bahnhof von Fritz Klingholz – und seine Architektur erzählt viel über die Zeit, in der er entstand. An der Fassade finden sich Anklänge an die Rheinromantik: Türme, Naturstein und dekorative Elemente greifen Motive auf, die bewusst mit der Landschaft und Geschichte des Rheins verbunden sind.
Auch Kaiser Wilhelm II. spielte bei der Entstehung des Bahnhofs eine besondere Rolle. Wiesbaden war damals ein bedeutender Kur- und Residenzort, den der Kaiser regelmäßig besuchte. Der neue Hauptbahnhof sollte diesem Anspruch gerecht werden – und wurde entsprechend repräsentativ gestaltet.
Beim „Tag der Schiene“ führt Bernhard Hager, Verwaltungsbeamter und Historiker mit Veröffentlichungen zur Geschichte und Gegenwart des deutschen Eisenbahnwesens, durch den Wiesbadener Hauptbahnhof. Er erzählt, was hinter der Architektur steckt, welche Rolle der Bahnhof für Wiesbaden spielte und wie sich seine Funktion bis heute verändert hat.
Keine Führung, bei der man nur an Jahreszahlen vorbeiläuft: Hager verbindet Geschichte und Gegenwart und öffnet den Blick für Details, Zusammenhänge und Geschichten, die im täglichen Bahnhofsbetrieb leicht verborgen bleiben.
Termin: Samstag, 19. September 2026, 11:00 Uhr
Treffpunkt: DB Information im Wiesbadener Hauptbahnhof
Führung: Bernhard Hager
